Die Sorgen sind groß nach der Ankündigung von ArcelorMittal, das Stahlwerk und das Knüppelwalzwerk in Duisburg-Ruhrort ab Oktober 2027 stillzulegen. Rund 550 Arbeitsplätze sind nach Konzernangaben betroffen.
Noch im vergangenen April waren der Duisburger CDU-Ratsfraktionsvorsitzende, Thomas Mahlberg, und die NRW-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Duisburg, Petra Vogt, zum Informationsaustausch bei ArcelorMittal. Die jetzige Konzernentscheidung bedauern sie, da ein erheblicher Verlust an industrieller Wertschöpfung und qualifizierten Arbeitsplätzen in der ganzen Region die Folge sind.
Thomas Mahlberg kommentiert: „Trotz eingeführtem Industriestrompreis und bereitgestellter Fördermittel zur Modernisierung der Produktionsanlagen in Duisburg hat sich der Stahlkonzern letztlich gegen den Standort Duisburg (NRW und Deutschland) entschieden und setzt hingegen auf Produktionsstätten in anderen Ländern. Mit dieser Entwicklung dürfen wir uns nicht abfinden.“
Petra Vogt ergänzt: Gerade jetzt muss Duisburg gemeinsam mit dem Land und dem Bund für seinen Industriestandort kämpfen. Wir dürfen nicht nur verwalten, was verloren geht, sondern müssen uns dafür einsetzen, was erhalten und neu aufgebaut werden kann. Duisburg braucht eine klare industriepolitische Strategie für die nächsten Jahrzehnte, damit sich Investitionen in moderne und klimafreundliche Stahlproduktion wieder rechnen und auch neue Industrien nachhaltig wachsen können.“
In dem Zusammenhang ist jetzt schon in den Blick zu nehmen, wie die ehemaligen Flächen von ArcelorMittal in Ruhrort künftig genutzt werden. Es bestehen verschiedene Förderprogramme, um diese Flächen zu konvertieren und eine neue Nutzung zu ermöglichen.
Die Duisburger CDU wird auf allen politischen Ebenen hierzu mit Wirtschaft und Verwaltung das Gespräch suchen.



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