Die CDU-Ratsfraktion Duisburg besuchte kürzlich im Rahmen ihrer zweiten Ferienfraktionssitzung 2026 das große Neubaugebiet 6-Seen-Wedau. 3000 Wohneinheiten wie Stadthäuser, Einfamilienhäuser, Doppel- und Reihenhäuser sowie Etagenwohnungen sind vorgesehen. Rund 10.000 Menschen sollen hier künftig ihr neues Zuhause haben. 6-Seen-Wedau ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in ganz Deutschland und wird von der städtischen Gesellschaft „Nerra GmbH“ entwickelt und vermarktet.
Vor Ort wurden die Fraktionsmitglieder von Michael Buchholz (Geschäftsführer der Nerra GmbH) und Nike Boch (Projektleiterin für 6-Seen Wedau der Nerra GmbH) über den Stand der Vermarktung und Bebauung des Areals auf dem ehemaligen Rangierbahnhofsgelände, das in vier Entwicklungsquartiere aufgeteilt ist, informiert.
Die Erschließung des Areals mit Kanal und Baustraßen ist weitgehend abgeschlossen. Die erste Ausbaustufe sei zu 95 Prozent abgeschlossen, berichtet Michael Bucholz. Der Endausbau wird schließlich erst stattfinden, sobald der Hochbau, bei dem Großmaschinen zum Einsatz kommen, in großen Teilen erfolgt ist.
Die Vermarktung schreite kontinuierlich voran, wie Nike Boch ergänzt: Das Quartier „Am Wasserturm“ ist bereits komplett vermarktet und nimmt mit dem Bau des Nahversorgungszentrums, das zum Ende des Jahres eröffnen soll, Gestalt an. Kindertagesstätte und Grundschule sollen zudem hier angesiedelt werden. Das Quartier „Neue Gartenstadt“ ist zu 80 % vermarktet. Auch hier entstehen bereits die ersten Mehrfamilienhäuser (Townhouses). Für das „See-Quartier“ mit direktem Anschluss an den Masurensee sind bislang noch keine Kaufverträge geschlossen worden. Gespräche mit Investoren liefen aber auf Hochtouren. Das Quartier „Am Uferpark“ ist bis auf zwei kleine Grundstücke komplett vermarktet und bereits mit einigen Einfamilienhäusern bebaut, die auch schon bezogen sind.
Mit der Vermarktung könne man unter den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen zufrieden sein. Trotz Grundstücksabwertungen würden solide Preise erzielt, die in Summe annähernd die Erwartungen erfüllten, die zu Beginn des Projekts anvisiert wurden, resümiert der Nerra-Geschäftsführer.
Auf die Frage, dass Vermarktung allein ja noch keine gelungene Stadtentwicklung zeitigt, weil ja noch nichts gebaut sei, geben sich die Nerra-Verantwortlichen durchaus zuversichtlich. Klar könne man nicht zwei oder drei Jahre in die Zukunft blicken und Krisenentwicklungen absehen, die das Bauen erschwerten oder annähernd unmöglich machten, aber die bisherigen Investoren signalisieren alle einen erkennbaren Willen zum Bebauen der erworbenen Flächen. Der Anteil des sozialen Wohnungsbaus an der Gesamtfläche wird aufgrund der Förderung dabei am Ende wohl deutlich über den projektierten 10 Prozent liegen, eher bei 20 bis 30 Prozent.
Bei einem Rundgang über das Gelände wurde der Austausch dann anschaulich vertieft.
Dazu Thomas Mahlberg, der Fraktionsvorsitzende der CDU-Ratsfraktion Duisburg abschließend: „Auf einem ehemaligen, brachliegenden Bahngelände entsteht moderner Wohnraum nah an der Natur mit hoher Wohn- und Lebensqualität, der dringend in Duisburg gebraucht wird. Natur- und Klimaschutz finden im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung besondere Beachtung. Von der verbesserten Infrastruktur werden zudem die umliegenden Siedlungsgebiete profitieren. Und nicht zuletzt werden die umfangreichen Investitionen wirtschaftliche Impulse für die Stadt Duisburg zeitigen.“
Die CDU-Ratsfraktion wird das Stadtentwicklungsprojekt „6-Seen Wedau“ weiterhin aufmerksam verfolgen und konstruktiv begleiten.



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