Mitglieder der CDU-Ratsfraktion Duisburg besuchten kürzlich im Rahmen einer Ferienfraktionssitzung den Landschaftspark Duisburg-Nord, um sich über die laufenden Instandhaltungsmaßnahmen, anstehenden Projekte und Perspektiven zu informieren.
Als Gesprächspartner standen Uwe Kluge, Geschäftsführer der Duisburg Kontor GmbH und der Duisburg Kontor Hallenmanagement GmbH, und Görge Jonuschat, stellv. Geschäftsbereichsleiter Landschaftspark, zur Verfügung.
Der Landschaftspark Duisburg-Nord entstand auf dem 180 Hektar großen Gelände einer ehemaligen Eisen- und Stahlindustrieanlage und bildet heute einen einmaligen Erlebnisraum zwischen historischer Industriearchitektur und artenreichen Naturflächen. Als Ort für Veranstaltungen, Kunst und Kultur sowie diverse andere Freizeitangebote lockt der Landschaftspark jährlich über eine Million Gäste an und ist damit weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Auch Filmproduktionen bis hin nach Hollywood melden sich immer wieder an, um den Landschaftspark als Kulisse für Drehs nutzen zu können.
Als Tourismusmagnet mit überregionaler Strahlkraft ist der Landschaftspark zentral für Duisburg. Wirtschaftliche Effekte und indirekte Wertschöpfung sind nicht zu unterschätzen, genau so wenig wie seine identitätsstiftende Wirkung als Ort des Strukturwandels, wusste Uwe Kluge zu berichten.
Aber der Unterhalt des Landschaftsparks und die Weiterentwicklung unter Auflagen des Denkmalschutzes verschlingen jährlich auch hohe Kosten. Einerseits werden diese durch eine fortlaufend engagierte Vermarktung, aber im Wesentlichen durch verschiedene Fördertöpfe regionaler, nationaler und supranationaler Institutionen gestemmt.
An unterschiedlichen Stellen des Landschaftsparks wird stetig gearbeitet, sei es für die reine Instandhaltung und Verkehrssicherung oder etwa wie aktuell, um ein neues Besucherinformationszentrum in dem zentralen alten Messhaus einzurichten. Die Förderung für den Umbau ist durch den Europäischen Fonds Regionale Entwicklung bewilligt und Ende 2028 sollen Besucherinnen und Besucher dann umfassend über die Entwicklung von den Hüttenwerken hin zum Landschaftspark und die bisher verborgene Sozialgeschichte des Standorts informiert werden, berichtete Görge Jonuschat, der bereits langjährig als Architekt die Entwicklung des Landschaftsparks betreut.
Ein weiteres Projekt ist die Ertüchtigung des Parkplatzes, insbesondere im hinteren Bereich der Parkfläche. Es soll künftig markierte Stellplätze geben, die dann auch mit Schrankensystem bewirtschaftet werden. Die Wege sollen zudem befestigt und deren Führung optimiert werden. Infrastruktur für E-Mobilität ist darüber hinaus zu installieren, damit auch künftige Besucherströme versorgt werden können.
Schließlich berichtete Uwe Kluge noch von der Idee eines modernen Wohnmobilstellplatzes, der auf einer abgegrenzten „Dreiecksfläche“ samt Sanitäranlagen und Aufenthaltsbereich eingerichtet werden soll. Dieser steht aber noch unter Vorbehalt seiner Finanzierung – wie der Betrieb des gesamten Landschaftsparks alle Jahre wieder selbst. So laufen aktuell die Verhandlungen für die Besitzüberlassung für weitere zehn Jahre (Teile des Landschaftsparks gehören beispielsweise auch dem Land / NRW.Urban) und zeitlich daran gekoppelt ein Fördervertrag mit dem Regionalverband Ruhr (RVR).
Nach einem Rundgang mit „Blick hinter die Kulissen“ des Landschaftsparks, stand für die CDU-Ratsfraktion Duisburg fest: Der Erhalt des Landschaftsparks Duisburg-Nord muss auch künftig mit allen Kräften unterstützt werden. Denn er verbindet kulturelles Erbe, Bildung, Lebensqualität, Umweltvorteile und wirtschaftliche Chancen – und stärkt damit nachhaltig das Stadtleben und die Standortqualität Duisburgs.



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