Die CDU-Fraktion nimmt mit Verwunderung zur Kenntnis, dass die Verwaltung am Rahmer See einen gültigen Ratsbeschluss aufheben will und sich damit gegen die vom Rat beschlossene Wohnbebauung stellt.

Dieser Beschluss ist Teil von „Duisburg 2027" und wurde erst im Frühjahr 2016 gefasst. „Das Ziel war eindeutig: Das Gewerbegebiet sollte mittelfristig erhalten bleiben, langfristig sollte jedoch ein Wohngebiet realisiert werden. Diesem Beschluss sind langjährige Beratungen und interfraktionelle Abstimmungen vorausgegangen, die nun über Bord geworfen werden. Wir stehen den nun vorgelegten Plänen sehr skeptisch gegenüber", sagt der planungspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Thomas Susen.
Die CDU gibt zu bedenken, dass sich die Stadt durch die Bebauung des Bereichs mit einer Tangente sehr eng an die betriebswirtschaftlichen Überlegungen weniger Anlieger bindet. „Die Stadt will rund 3 Millionen Euro in die Hand nehmen und damit einen Bereich dauerhaft für Gewerbe erschließen, in dem nur wenige Unternehmen davon profitieren. Sollte es hier Abwanderungen geben, führt eine teure Straße ins Nichts. Der Zugang zum Rahmer See wäre dauerhaft abgeschnitten, eine Vermarktung des Bereichs als Wohngebiet somit unmöglich. Vor diesem Hintergrund sehen wir weiteren Beratungsbedarf", sagt Susen.