Die offene Drogenszene im Kantpark existiert seit Jahren. Bereits 2012 hat die CDU-Fraktion eine konsequente Reaktion der Stadtverwaltung gefordert.

„Vier Jahre später müssen wir feststellen, dass die Szene im Kantpark weiterhin offen Drogen handelt und konsumiert. Unweit von Museum, Spielplatz und Schule finden Spaziergänger im Park die benutzten Nadeln und andere Hinterlassenschaften der Süchtigen. Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar. Wenn wir einen lebendigen Park wollen, ein grünes Herz der Stadt, dann müssen wir dort für Sicherheit und Ordnung sorgen. Die CDU-Fraktion fordert die Verwaltung deshalb erneut auf, ein geeignetes Konzept zu erarbeiten, um die Drogenszene aus dem Kantpark herauszuholen", sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Enzweiler.
Insbesondere vor dem Hintergrund der laufenden Umgestaltung des Kantparks ist nach Ansicht der CDU-Fraktion Handlungsbedarf gegeben. „Es macht keinen Sinn, einerseits 1,2 Millionen Euro in die Neugestaltung zu investieren und andererseits die bestehenden Probleme nicht zu lösen", sagt Enzweiler. Die Verwaltung hat auf Grund in Folge eines gemeinsamen Antrages von SPD- und CDU-Fraktion gerade erst ein Maßnahmenpaket vorgestellt hat, mit dem die Innenstadt aufgewertet werden soll. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Maßnahmen ist ein testweises Verbot von Alkohol in den Haupteinkaufsstraßen. „Wir werden nicht hinnehmen, dass die krankhafte Sucht von hilfsbedürftigen Menschen zu Angsträumen und No-Go-Areas für die normalen Bürger führt. Genau dies passiert aber im Kantpark, wo Mütter den Besuch des Spielplatzes mit ihren Kindern meiden, wo Bereiche des Parks von einer bestimmten Klientel dominiert werden. Deshalb muss für den Park gelten, was auch an der Königstraße gilt: Hartes Durchgreifen einerseits, Hilfsangebote und Suchträume andererseits. Genau diese Maßnahmen werden wir im Rat durch einen Antrag vorschlagen", kündigt Enzweiler an.